Kriminalität
Vor G7-Gipfel: Brandstiftung an Polizeiautos

Zwei Mannschaftsbusse der Polizei stehen vor einem Hotel in München. Foto: Matthias Balk/dpa

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Dass es rund um den G7-Gipfel unruhig werden könnte, war allen klar. Nun gab es einen Vorfall, der vor allem die Polizei aufgeschreckt hat. In München brannten mitten in der Nacht acht Mannschaftsbusse.

Kurz vor dem G7-Gipfel in Bayern sind in der Nacht zum Mittwoch mehrere Polizeiautos in München angezündet worden. Ermittlerkreise sprechen von einem Brandanschlag.

Man gehe ganz klar von einem politischen Motiv aus und von einem Zusammenhang zum Gipfeltreffen, sagte auch der Münchner Polizeisprecher Andreas Franken. Acht Mannschaftsbusse samt Polizeiausrüstung brannten, der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand. Trotzdem sorgte die Tat für Entsetzen.

«Jeder Angriff auf die Polizei ist ein Angriff auf unseren Rechtsstaat», betonte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow. Antidemokratische Kräfte nähmen im schlimmsten Fall sogar Tote in Kauf, um ihre Ziele durchzusetzen. Malchow forderte eine konsequente Bestrafung der Täter in vollem Umfang des Rechts. Dies wäre ein Signal, dass Angriffe auf den Staat und seine Vertreter nicht geduldet würden.

Ermittler und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort, Hubschrauber unterstützten die Suche nach möglichen Tätern. Hinweise auf Tatverdächtige gab es zunächst aber nicht. «Wir gehen natürlich davon aus, dass es sich hierbei um ein Branddelikt mit Bezug zum Treffen der G7 handelt, da die Kräfte für diesen Einsatz extra hier in München vor Ort waren», sagte Franken. Man ermittle auch im linksextremen Spektrum.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) verurteilte die «Brandstiftung» auf Twitter:…