Kriminalität
Acht Polizeiautos kurz vor G7-Gipfel ausgebrannt

Zwei Mannschaftsbusse der Polizei stehen vor einem Hotel in MÜnchen. Foto: Matthias Balk/dpa

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Das Gelände rund um das Alpen-Schloss Elmau ist mittlerweile hermetisch abgeriegelt. Vorboten des G7-Gipfels, der dort in Kürze beginnt. Nun brennen in München mitten in der Nacht acht Polizeibusse. Gibt es einen Zusammenhang?

Kurz vor dem G7-Gipfel in Bayern sind in München acht Polizeiautos in Flammen aufgegangen. Die Mannschaftsbusse der Bundesbereitschaftspolizei standen am frühen Mittwochmorgen alle vor einem Hotel, in dem Einsatzkräfte für den G7-Gipfel untergebracht waren.

Das sagte ein Sprecher der Münchner Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Die Ermittler gingen von Brandstiftung aus. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte erst am Montag erklärt, sie sehe keine konkrete Gefährdungslage für den Gipfel.

Franz Haslbeck vom Protest-Bündnis «Stop G7 Elmau» distanzierte sich explizit von dem mutmaßlichen Brandanschlag. Er gehe davon aus, dass keine Organisation aus dem Bündnis involviert gewesen sei, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Haslbeck betonte, «Stop G7 Elmau» stehe für friedlichen Protest.

Fahndung ohne Erfolg

Die Polizei fahndete kurz nach Bekanntwerden des Brandanschlags auf die Fahrzeuge unter anderem mit einem Hubschrauber nach möglichen Tätern, blieb dabei zunächst aber ohne Erfolg, wie der Sprecher weiter sagte. Ermittler untersuchten die völlig ausgebrannten Mannschaftswagen. Den Schaden schätzten die Beamten im sechsstelligen Bereich. Verletzt wurde niemand.

Es ist nicht der erste Vorfall im Zusammenhang mit dem Treffen auf Schloss Elmau, das am Montag beginnt und für das bereits höchste Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Am Dienstag waren teils gefährliche…