Sehen Sie im Video: EU-Sanktionen gegen Russland führen wegen Kaliningrad zu Streit.

Im Ukraine-Krieg ist nun auch ein Konflikt zwischen Russland und der Europäischen Union um die Exklave Kaliningrad entbrannt. Denn seit einigen Tagen dürfen wegen der jüngsten EU-Sanktionen gegen Russland bestimmte Waren nicht mehr durch Litauen nach Kaliningrad transportiert werden. Russland spricht von feindlichen Handlungen und droht mit entsprechenden Gegenmaßnahmen. Die Bevölkerung in Litauen nimmt das relativ gelassen, wie diese Einwohner bestätigen: „Ich bin nur leicht besorgt. Es finden Militärmanöver statt. Wir arbeiten in der Nähe der Grenze und die Schießerei und die Manöver beunruhigen uns schon etwas.“ „Ich habe keine Panik und bleibe optimistisch. Ich denke, es wird nichts Schlimmes passieren. Denn Litauen ist in der Nato und in der Europäischen Union. Daher glaube ich nicht, dass sie uns angreifen werden.“ „Was als nächstes passiert, das weiß niemand. Wir werden nicht wegzulaufen. Ich bin hier geboren. Das ist mein Zuhause. Wir bleiben, solange wir können.“ Zu den betroffenen Gütern zählen Baumaterialien, Metalle und Kohle. Der Transitverkehr findet vor allem auf der einzigen Zugstrecke zwischen Russland und Kaliningrad statt. Das frühere ostpreußische Königsberg liegt an der Ostsee zwischen den EU- und Nato-Staaten Litauen und Polen. Litauen weist den Vorwurf Moskaus zurück, mit dem Transitverbot neue Sanktionen gegen Russland verhängt zu haben. Und man betont zudem, dass nicht sanktionierte Waren weiter frei nach Kaliningrad transportiert würden.