Israel
Sicherheitslücke in Fitness-App für Spionage gegen israelisches Militär genutzt

Über die Lauf- und Fitness-App Strava konnten in Israel Militärs und militärische Anlagen ausspioniert werden

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22.06.2022, 13:47
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Eine Sicherheitslücke in der Fitness-App Strava wurde für Spionage gegen das israelische Militär verwendet. So wurden Routen von Soldaten aufgezeichnet und die Lage von geheimen Militäranlagen in Israel, so Berichte. 

Fitness-Tracker und ihre Apps sind bei vielen Menschen beliebt. Sie zeichnen den Puls auf, den Kalorienverbrauch und die Joggingroute. Doch die Daten können auch missbraucht werden – und sogar die nationale Sicherheit gefährden, wie ein Fall aus Israel nun zeigt. Dort wurde eine Sicherheitslücke in der Fitness- und Lauf-App Strava dafür genutzt, um Israels Militär auszuspionieren. Das berichten die israelischen Zeitungen „Haaretz“ und „Jerusalem Post“ unter Berufung auf einen Bericht des Kontrollgremiums FakeReporter. 

Nach Angaben von FakeReporter vom Dienstag wurde diese Art der Daten-Spionage genutzt, um „mindestens 100 Personen zu identifizieren, die Strava nutzten, während sie in mindestens sechs streng geheimen Einrichtungen in Israel trainierten“. 

„Eine Sicherheitslücke in Strava, der weltweit beliebtesten Fitnessplattform, ermöglicht es verdächtigen Akteuren, gefälschte GPS-Dateien hochzuladen und die Daten von Benutzern zu sammeln“, so FakeReporter im Kurznachrichtendienst Twitter. 

Datenklau über Fitness-App bei Israels Militär

Das Kontrollgremium habe dabei aufgezeigt, „wie verwirrende Datenschutzeinstellungen und die unsichere Nutzung von Strava durch Sicherheitspersonal eine Lücke geschaffen haben, die von verdächtigen Akteuren ausgenutzt wird“. Dabei seien die persönlichen Daten von…