Analyse

Equal Pay
Gleiche Bezahlung für Männer und Frauen ist beim DFB kein Thema – das liegt auch an den Spielerinnen

Die DFB-Spielerinnen verdienen deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen – und das wird auch vorerst so bleiben

© Fabian Strauch / DPA

22.06.2022, 10:38
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In immer mehr Ländern werden Fußball-Nationalspielerinnen und Nationalspieler gleich bezahlt, allerdings nicht in Deutschland. Der DFB sträubt sich noch gegen „Equal Pay“ – und auch die Fußballerinnen geben sich eher bescheiden.

Norwegen tut es, England und Spanien ebenfalls, ab Juli auch die Niederlande und die Schweiz. Immer mehr Fußballverbände zahlen männlichen und weiblichen Spieler:innen die gleichen Prämien. In insgesamt sieben der 16 Teilnehmerländer der Frauenfußball-Europameisterschaft in England, die am 6. Juli beginnt,  gilt damit das Prinzip „Equal Pay“. In den USA sind das Männer- und Frauenteam gleichgestellt und werden auch gleich bezahlt. Das ist im Fußball, wie auch in vielen anderen Branchen, alles andere als eine Selbstverständlichkeit – wie auch der Blick auf die Situation in Deutschland zeigt.

Beim DFB ist man von finanzieller Gleichberechtigung nämlich noch weit entfernt. Zwar wird vermehrt auch der Frauenfußball in den Blick genommen, doch im internationalen Vergleich hinkt der Verband weit hinterher. Die Frauen müssen sich mit weitaus weniger Prämien begnügen als das Männerteam. Die Zeiten, in denen es für einen Titel ein Kaffeeservice als Belohnung gab (wie nach dem EM-Gewinn 1989), sind immerhin längst vorbei. Sollte die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg den EM-Titel gewinnen, bekommt jede Spielerin 60.000 Euro. Bei den Männern wären es 2021 allerdings 400.000 Euro pro Kopf gewesen.

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