Corona-Pandemie
Mit Viertimpfungen gegen die Sommerwelle? Was die Stiko sagt

Die Omikron-Sublinie BA.5 beschert Deutschland aktuell steigende Corona-Fallzahlen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

© dpa-infocom GmbH

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen ausgerechnet zur Reisezeit fragen sich viele Menschen: Sollte ich mich zum zweiten Mal boostern lassen? Warum die Stiko das bisher nicht allgemein empfiehlt.

Vor allem die Omikron-Sublinie BA.5 beschert Deutschland steigende Corona-Fallzahlen.

Sollte man sich besser erneut impfen lassen, um den Sommer unbeschwerter genießen zu können? Obwohl in einigen Monaten neue, an Omikron angepasste Impfstoffe erwartet werden? Das fragen sich so einige Menschen, deren jüngster Piks gegen Sars-CoV-2 nun schon länger zurückliegt.

Bisher empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) einen zweiten Booster nur einigen Gruppen, darunter Menschen mit unterdrücktem Immunsystem, Pflegeheimbewohner, Menschen ab 70 Jahren und Personal medizinischer Einrichtungen. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung haben nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI; Stand 21.6.) 6,5 Prozent eine zweite Auffrischimpfung erhalten, bei den Menschen ab 60 Jahren ist es knapp jeder Fünfte.

Janosch Dahmen, Grünen-Gesundheitspolitiker, hat vergangene Woche eine erneute Prüfung und gegebenenfalls rechtzeitige Ausweitung der Stiko-Empfehlung wieder ins Gespräch gebracht: So könnten laut Dahmen etwa auch Menschen, die jünger als 70 Jahre sind und gerade diejenigen mit Risikofaktoren, vor dem Herbst ein weiteres Impfangebot sowohl gegen Corona als auch gegen Influenza bekommen.

Stiko-Chef: Empfehlung muss medizinisch begründet sein

Was sagt die Stiko dazu? Hinter einer allgemeinen Empfehlung zu einer weiteren Auffrischimpfung müsse – wie bei jeder medizinischen Maßnahme – eine…