Gesundheitsministerkonferenz
Corona-Herbststrategie: Bund und Länder streiten über kostenlose Bürgertests

Um die Frage, ob Bürgertest auf das Coronavirus kostenlos bleiben sollen, geht es bei der Gesudheitsministerkonferenz der Länder

© Hauke-Christian Dittrich / DPA

22.06.2022, 17:14
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In der Coronakrise sind Gratis-Schnelltests für viele ein einfaches Mittel für mehr Sicherheit, bevor man etwa zu einer Feier geht. Doch für den Staat ist das eine teure Sache. Wie geht es damit weiter? Darum ging es bei der Gesundheitsministerkonferenz. 

Bund und Länder ringen um das weitere Angebot kostenloser Corona-Schnelltests im Sommer und Herbst. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) peilt an, die vorerst bis Ende Juni vom Bund finanzierten „Bürgertests“ stärker einzuschränken. Aus den Ländern und von Sozialverbänden kamen zu einer Gesundheitsministerkonferenz mit Lauterbach am Mittwoch Rufe nach Gratis-Tests weiterhin an vielen Orten. Bei den Vorbereitungen auf eine mögliche neue Ansteckungswelle im Herbst wird außerdem über nötige strengere Vorgaben wie Maskenpflichten diskutiert.

Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) sprach sich dafür aus, an kostenlosen Bürgertests für Besucher in Kliniken und Pflegeheimen festzuhalten. In einer Pandemie sei der Schutz des Lebens das zentrale Thema und nicht die Frage der Finanzierung von Ausgaben, sagte er vor Beginn der Konferenz in Magdeburg. „Ich möchte nicht, dass zum Beispiel Besucher von Alten- und Pflegeheimen sagen, ich besuche meine Oma nicht, weil ich mir den Test nicht mehr leiste.“ Holetschek plädierte dafür, den Personenkreis für Bürgertests insgesamt „eher weiter als enger“ zu fassen. Die Länder beteiligten sich erst einmal nicht an den Kosten, das machten sie schon bei Impfzentren.

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