Alterssicherung
Rente: Steigende Beiträge und sinkendes Niveau erwartet

Geburtenstarke Jahrgänge erreichen mehr und mehr das Rentenalter – deshalb steigen die Rentenausgaben und die Einnahmen sinken. Foto: Sven Hoppe/dpa

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Bei der Rente in Deutschland stehen Reformen an. Denn die ersten geburtenstarken Jahrgänge kommen ins Rentenalter und setzen die Rentenkasse unter Druck. Schon werden steigende Beiträge vorhergesagt.

Bei der gesetzlichen Rente werden in den kommenden Jahren die Beiträge voraussichtlich steigen.

Das Rentenniveau, das die Sicherungskraft der Renten im Verhältnis zu den Löhnen ausdrückt, dürfte im kommenden Jahr leicht zurückgehen. Das sagte der Vorsitzende des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel, am Mittwoch bei einer Bundesvertreterversammlung in Freiburg voraus.

Gunkel geht davon aus, dass die Rentenausgaben steigen werden, wie er sagte. Ein Teil des Anstiegs gehe darauf zurück, dass die ersten geburtenstarken Jahrgänge das Rentenalter erreichten. Einen sogar noch größeren Anteil hätten die regelmäßigen Rentenerhöhungen.

«Der Beitragssatz steigt 2025 und 2026 voraussichtlich an», sagte Gunkel. Eine Zahl nannte er nicht. Heute beträgt der Beitragssatz 18,6 Prozent des Bruttoverdienstes bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Eine bestehende gesetzliche Höchstgrenze von 20 Prozent beim Beitragssatz werde nach den bisherigen Vorausberechnungen nicht erreicht, so Gunkel.

Rentenniveau wird fixiert

Das Rentenniveau werde 2023 wohl leicht zurückgehen und nur noch knapp über 48 Prozent liegen, sagte Gunkel weiter. 2024 und 2025 werde das Rentenniveau bei 48 Prozent fixiert – greifen dürfte laut Gunkel eine bestehende gesetzliche Mindestgrenze.

Gunkel forderte die Bundesregierung auf, die…