USA
Republikaner berichten von Trumps Druck nach Wahlniederlage

Behauptet bis heute ohne Belege, er sei durch Betrug um den Sieg bei der Wahl 2020 gebracht worden: Donald Trump. Foto: Joe Rondone/The Commercial Appeal/AP/dpa

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Donald Trump wehrte sich mit allen Mitteln gegen seine Wahlniederlage 2020. Dabei nahm er auch Verantwortliche aus den Bundesstaaten ins Visier, darunter Parteikollegen, die immensem Druck, Beschimpfungen und Beleidigungen standhalten mussten.

Hochrangige Vertreter von Regierungen und Parlamenten in den US-Bundesstaaten haben berichtet, wie sie nach der Präsidentenwahl 2020 vom damaligen Amtsinhaber und Wahlverlierer Donald Trump unter Druck gesetzt wurden.

Mehrere Zeugen – sowohl live bei der Sitzung als auch in Video-Aufzeichnungen vorheriger Befragungen – legten dar, wie Trump und sein Team sie gedrängt hätten, in ihrem jeweiligen Bundesstaat gegen dessen Wahlniederlage vorzugehen und das Resultat nachträglich umzukehren. Mehrere Republikaner erzählten dabei von Bedrohungen, Beschimpfungen und Belästigungen durch Anhänger ihres Parteikollegen Trump.

Der Ex-Präsident behauptet bis heute ohne Belege, er sei durch Betrug um den Sieg bei der Wahl 2020 gebracht worden. Über Wochen versuchte er damals mit fragwürdigsten Methoden, den Wahlsieg seines demokratischen Herausforderers Joe Biden nachträglich zu kippen. Sein Lager scheiterte damals auch mit Dutzenden Klagen gegen die Wahlergebnisse. Der Widerstand gegen den Wahlausgang gipfelte in der Attacke auf das Kapitol, die der Untersuchungsausschuss aufarbeitet.

Anhänger Trumps hatten am 6. Januar 2021 gewaltsam den Parlamentssitz in Washington gestürmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um Bidens Wahlsieg zu zertifizieren. Am Rande der Krawalle kamen fünf Menschen ums Leben. Trump hatte seine Anhänger kurz zuvor bei einer Kundgebung damit…