Das Wichtigste in Kürze: 

Erste Panzerhaubitzen aus Deutschland in Ukraine eingetroffen Klingbeil: „Deutschland muss Anspruch einer Führungsmacht haben“ Moskau droht Litauen mit ernsten Folgen wegen Transitbeschränkungen „Extrem schwierige“ Lage an der Front US-Präsident Biden: Ukraine-Besuch „nicht wahrscheinlich“

 

Erste Panzerhaubitzen aus Deutschland angekommen

Knapp vier Monate nach Kriegsbeginn sind die ersten schweren Artilleriegeschütze aus Deutschland in der Ukraine eingetroffen. Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow dankte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht auf Twitter für die Lieferung der Panzerhaubitzen 2000. Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die modernen Geschütze in der Ukraine eingetroffen sind.

Zu den deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine hat die Bundesregierung erstmals eine Liste veröffentlicht. Wie ein Regierungssprecher mitteilte, wurde entschieden, „das Verfahren zur Veröffentlichung der militärischen Unterstützungsleistungen an die Praxis unserer engsten Verbündeten, etwa der USA, anzupassen“. Daher sei ab sofort auf der offiziellen Website der Bundesregierung eine Übersicht abrufbar über Waffen und andere Materialien, die Deutschland geliefert habe oder noch liefern werde.

Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow (Archivbild)

Es handelt sich dabei den Angaben zufolge sowohl um Güter aus Beständen der Bundeswehr als auch um Lieferungen der deutschen Rüstungsindustrie. Die Liste soll regelmäßig aktualisiert werden.

Mit Stand Dienstag sind unter anderem bereits geliefert worden: 500 Fliegerabwehrraketen Stinger, 2700 Fliegerfäuste Strela, 50 Bunkerfäuste sowie 23.000 Gefechtshelme, 1200 Krankenhausbetten und vier elektronische Drohnenabwehrgeräte. Derzeit vorbereitet wird demnach die Lieferung von: sieben Panzerhaubitzen 2000, 30 Flakpanzern Gepard, dem Luftverteidigungssystem Iris-T SLM, dem Artillerieortungsradar Cobra,…