Schwimm-WM
Silber-Coup für Anna Elendt bei WM: «Torte geht immer»

Anna Elendt jubelt mit ihrer Silbermedaille bei der Siegerehrung. Foto: Jo Kleindl/dpa

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Deutschland hat wieder eine Einzel-Kurzstrecken-Medaillengewinnerin bei Schwimm-Weltmeisterschaften. Silber im 100-Meter-Brust-Finale von Anna Elendt war überraschend.

Anna Elendt klatschte bei der Siegerehrung die italienische Nationalhymne mit und freute sich dann schon auf eine mögliche Medaillen-Torte im Mannschaftshotel.

Die hatte sie sich nach einem mit Silber belohnten beeindruckenden Finale über 100 Meter Brust bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest auch redlich verdient. Mit dem zweiten Edelmetall nach Silber für Lukas Märtens über 400 Meter Freistil zwei Tage zuvor hat das deutsche Team bereits nach drei Wettkampftagen im Becken so viele Medaillen wie bei den Titelkämpfen vor zwei Jahren insgesamt. Und die Auftritte der größten Medaillenhoffnung, Florian Wellbrock, kommen erst noch. Er steht als Vorlauf-Zweiter im Finale über 800 Meter Freistil.

«Wollte ins Finale kommen und sehen, was geht»

Ihr Silbercoup vor den Augen ihrer aus Frankfurt angereisten Eltern verschlug der sonst so wortgewandten 20-Jährigen kurzzeitig die Sprache. Elendt nahm die Medaille zwar mit einem breiten Lächeln in Empfang und präsentierte sie stolz den Fotografen. So recht realisiert zu haben schien sie den Erfolg in diesem Moment aber ebenso wenig wie kurz darauf, als sie bereits die ersten Autogramme gab. Erst als sie in den Katakomben der Duna Arena den Journalisten Rede und Antwort stand, war sie wieder die alte.

«Ich wollte ins Finale kommen und sehen, was geht. Dann ist es eine Silbermedaille geworden. Ich freue mich sehr», sagte Elendt und meinte, eine Torte, wie sie Märtens bekommen hatte, wäre nicht schlecht. «Torte geht immer.» Zuvor wollte sie…