Schwimm-WM
«Neue Frontfrau»: Elendt begeistert auf ihre Art

Schwamm in Budapest ins Rampenlicht: Anna Elendt. Foto: Petr David Josek/AP/dpa

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Der deutsche Schwimmsport hat wieder eine erfolgreiche Kurzstrecklerin. Anna Elendt begeistert bei der WM durch ihre sportlichen Leistungen, aber auch durch ihre Auftritte außerhalb des Beckens.

Die große Erleichterung kam erst am nächsten Morgen. «Als ich heute früh aufgewacht bin, habe ich gedacht: Jetzt kommt das, was wirklich Spaß macht. Klar hat es vorher auch Spaß gemacht, aber es war deutlich mehr Druck. Jetzt frei zu schwimmen, ist wirklich schön», sagte Anna Elendt.

Nur knapp 15 Stunden nach ihrem grandiosen Rennen zu Silber über 100 Meter Brust bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest war die Frankfurterin schon wieder in der 4×100-Meter-Lagen-Mixed-Staffel gefordert, mit der sie den Einzug ins Finale schaffte.

Plötzlich steht die 20-Jährige im Rampenlicht. Anna Elendt ist von ihrer Art her eine, die dem deutschen Schwimmsport gut tun kann. Das sieht auch Sportdirektor Christian Hansmann so. «Wir sind froh, dass wir mit ihr jetzt auch auf den Kurz- und Mittelstrecken eine neue Frontfrau haben, die in die Phalanx der bisherigen Medaillengewinnerinnen einbrechen kann», sagte Hansmann und betonte: «Mit ihrem Auftreten ist sie eine Sympathieträgerin. Wir sind froh, dass wir sie dabei haben, denn sie bringt auch gute Stimmung in die Mannschaft.»

Es ist erfrischend, wie Anna Elendt ihren Mitmenschen begegnet. Selbstbewusst, ein wenig flapsig, fröhlich – aber nie aufdringlich oder fahrlässig. Eine junge Frau eben, die den Ernst des Lebens mit dem Schönen verbindet. Eine, die weiß, was sie will, ohne sich und ihren Sport dabei zu wichtig zu nehmen. Bestes Beispiel dafür: Nach ihrem 100-Meter-Vorlauf wurde sie gefragt, ob sie von der dort erfolgreichen Chinesin schon mal…