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„heute wichtig“
ÖPNV-Chaos in Deutschland: Wie Verkehrsminister Volker Wissing die Bahn ausbremst

Verkehrsminister Volker Wissing zeigt stolz sein 9-Euro-Ticket. Doch in Wahrheit bremst er die Bahn aus, meint Dirk Flege, Geschäftsführer der „Allianz pro Schiene“.

© Britta Pedersen / DPA

21.06.2022, 06:18
2 Min. Lesezeit

Egal, was viele vom 9-Euro-Ticket halten, eins hat es mit Sicherheit ausgelöst: eine Debatte über die Qualität des Nahverkehrs in Deutschland. Nun ist Verkehrsminister Volker Wissing an der Reihe – und muss liefern.

Im August 2021 stellte der ehemalige CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer medienwirksam einen Plan mit 181 Infrastruktur-Maßnahmen vor, um den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland zu modernisieren. Im Halbstunden-Takt sollten größere Städte miteinander verbunden und Regionen besser vernetzt werden. So weit so gut – das Problem: Keine einzige dieser Maßnahmen wurde seitdem umgesetzt, sagt Dirk Flege. Flege ist Geschäftsführer der „Allianz pro Schiene“ und bislang wenig begeistert von der Ampelregierung – erst recht von FDP-Verkehrsminister Volker Wissing. „Der neue Bundesverkehrsminister Wissing empfindet diesen Zielfahrplan und den Deutschlandtakt als ein Projekt seines Vorgängers. Jetzt überlegen sie im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, ob man das nicht vielleicht ganz anders machen könnte. Mit dem Ergebnis, das gar nichts passiert. Jeder erfindet das Rad neu und das ist natürlich Gift für eine langfristige Orientierung“, so Dirk Flege in der 300. Ausgabe des Podcasts „heute wichtig“.  

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