Diplomatische Eiszeit
Kremlsprecher Peskow: „Werden dem Westen nie wieder vertrauen“

Kremlsprecher Dmitri Peskow nimmt an einer Videokonferenz im Moskauer Kreml teil

© Alexei Nikolsky/Pool Sputnik Kremlin/AP / DPA

21.06.2022, 08:49
2 Min. Lesezeit

Mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine sind auch die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen auf einen neuen Tiefpunkt gefallen. Das sieht man auch im Kreml so. Dessen Sprecher Peskow sprach von einer „langen Krise“, die kommen werde.

Vier Monate nach dem Überfall auf die Ukraine hat Russland die Beziehungen zum Westen als langfristig beschädigt bezeichnet. „Ja, es wird eine lange Krise werden“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in einem in der Nacht zum Dienstag ausgestrahlten Interview des US-Fernsehsenders MSNBC. „Wir werden dem Westen nie wieder vertrauen.“ Russland erhebt seit Beginn seines Kriegs gegen die Ukraine immer wieder Vorwürfe gegen westliche Staaten – etwa wegen der militärischen Unterstützung für das angegriffene Land.

Peskow äußerte sich auch zum Fall der beiden US-Soldaten, die in der ukrainischen Armee kämpften und kürzlich von moskautreuen Truppen gefangen genommen wurden. Diese seien Söldner und fielen damit nicht unter den Schutz der Genfer Konvention, meinte Peskow.

Die beiden früheren US-Soldaten Alexander Drueke und Andy Huynh seien „an illegalen Aktivitäten auf dem Territorium der Ukraine beteiligt“ gewesen, sagte Peskow.

US-Söldnern droht die Todesstrafe

Drueke und Huynh hätten sich in der Ukraine „am Beschuss und an der Bombardierung unseres militärischen Personals“ beteiligt, führte der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin aus. Damit hätten sie das Leben von Russen „bedroht“. „Sie sollten für diese Verbrechen, die sie begangen haben, zur Verantwortung gezogen werden“, forderte der Kreml-Sprecher. Ihre Vergehen…