Bienen
Glyphosat im Honig gefunden: Landwirt muss Imker Schadenersatz zahlen

Bienen an einem Bienenstock. In der Frage um Glyphosat-Behandlung von Feldern hat ein Imker nun einen wichtigen Sieg errungen.

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21.06.2022, 13:48
3 Min. Lesezeit

Es könnte ein Urteil mit Signalwirkung sein: Erstmals muss ein Agrar-Unternehmen einem Imker für Glyphosat belasteten Honig Schadenersatz zahlen. Doch Kläger und Naturschützer wollen mehr.

Im Frühjahr 2019 hatte der Imker Sebastian Seusing wie gewohnt seine Bienenkästen zur Honigproduktion aufgestellt. Das schlimme Erwachen: Wenige Monate später musste er Wachs und insgesamt vier Tonnen Honig vernichten, weil nebenan ein Agrarunternehmenseine Äcker mit glyphosathaltigen Unkrautbekämpfungsmitteln besprüht hatten.

Die Bienen hatten auf dem Acker Nektar für ihren Bienenstock gesammelt und damit auch mit Glyphosat belastete Pollen in den Bienenstock getragen. Laboranalysen ergaben, dass die Rückstände bis zu 152-fach höher ausfielen, als gesetzlich erlaubt. Die Folge des Verlusts: Seusing musste seinen Betrieb aufgeben, seitdem arbeitet er auf einem Biohof in Schleswig-Holstein.

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