Geschlechtergerechtigkeit
Debatte um Transmenschen: Sport-Verbände überarbeiten Regeln

Die FIFA arbeitet an neuen Richtlinien zum Umgang mit Transmenschen. Foto: Omar Zoheiry/dpa

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Haben Trans-Sportlerinnen einen Vorteil gegenüber ihren Konkurrentinnen? Diese Frage und die Inklusion von Transmenschen im Sport steht seit längerem im Mittelpunkt einer emotional geführten Debatte.

In der weltweiten Debatte um Transmenschen im Sport überarbeiten derzeit einige internationale Sportverbände ihre Regeln.

Zuletzt folgte die International Rugby League dem Beispiel des Schwimm-Weltverbandes Fina und schloss bis auf Weiteres Transgender-Athleten von internationalen Frauenwettbewerben aus. Der Leichtathletik-Weltverband könnte sich ebenfalls den neuen Fina-Regeln anschließen, und auch der Fußball-Weltverband überarbeitet seine Richtlinien, wie ein FIFA-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Bereits in der Vorwoche hatte der Internationale Radsportverband seine Transgender-Zulassungsregeln mit strengeren Testosteron-Grenzwerten aktualisiert.

Kein pauschaler Testosteron-Grenzwert mehr

Kernpunkt der Debatte ist, ob Trans-Sportlerinnen durch ihren natürlich höheren Testosteronspiegel einen körperlichen Vorteil haben. Das Internationale Olympische Komitee hatte die Verantwortung in dieser Causa in die Hände der Fachverbände gelegt. Nachdem die neuseeländische Gewichtheberin Laurel Hubbard in Tokio als erste offen lebende Transfrau an Olympia teilgenommen hatte, gibt es eine Richtlinie, die Diskriminierung verhindern soll und das Recht aller Sportlerinnen und Sportler auf die Teilnahme an Wettkämpfen betont. Einen pauschalen Testosteron-Grenzwert gibt es nicht mehr.

Die Fina hatte am Sonntag in ihren neuen Regeln für Transmenschen festgelegt, dass sie nur an Frauen-Schwimmwettbewerben teilnehmen können, wenn sie…