Gastgewerbe
Gastro-Branche hofft auf Neustart

Zapfhähne in einem Restaurant: «Der Nachholbedarf ist groß». Foto: Carsten Rehder/dpa

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Keine Masken, keinen Impfpass zeigen, keine Anwesenheitslisten – in Hotels und Gaststätten könnte es jetzt richtig rund gehen. Doch so einfach ist es nicht.

Wieder einen trinken gehen, mal ins Lieblingsrestaurant, einen Ausflug machen – seit einigen Wochen ist wieder normal, was viele lange entbehrten. Das Gastgewerbe hofft auf jede Menge Gäste im Sommer.

Doch wer jetzt ausgeht spürt, dass nach zwei Jahren Corona manches anders ist: die gewohnte Bedienung ist nicht mehr da, in die Speisekarte wurden höhere Preise geklebt – und viele Gäste haben fürs Ausgehen weniger Geld übrig, wenn Sprit und Wocheneinkauf erst einmal bezahlt sind.

«Die Menschen freuen sich, wieder ausgehen, reisen und genießen zu können», heißt es beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband. Und zugleich: «Die aktuellen Herausforderungen könnten kaum größer sein.» Doch nach mehr als zwei Jahren Corona müsse der Neustart unbedingt gelingen.

Gute Buchungslage

Gründe für Zuversicht gibt es jedenfalls. «Der Nachholbedarf ist groß», bemerkte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. In vielen Regionen hätten die Betriebe berechtigten Anlass zur Hoffnung, das Umsatzniveau von 2019 zu erreichen. Im April stiegen die Gastgewerbe-Umsätze laut Statistischem Bundesamt weiter. Das Vorkrisenniveau ist allerdings noch ein gutes Stück entfernt. Die Gastronomen registrieren aber hoffnungsvoll: Die Gäste kommen zurück, vor allem die Urlauber, und von ihnen besonders die inländischen.

Zu wenig Leute

Besonders bitter sei aber, dass die gute Nachfrage oft nicht bedient werden könne, da Mitarbeiter fehlten, heißt es beim Dehoga. In 60 Prozent der…