Finanzen
Schufa: Verbraucher nehmen wieder mehr Ratenkredite auf

Die Pandemie hat laut Schufa keine negativen Auswirkungen auf die Verschuldung der Menschen gehabt. Foto: Andreas Arnold/dpa

© dpa-infocom GmbH

Die Inflation bereitet den Menschen Sorgen. Größere Investitionen werden verschoben. Die Nachfrage nach Kleinstkrediten steigt dagegen.

Trotz Sorgen um die Finanzen in Zeiten steigender Inflation haben die Menschen in Deutschland einer Studie zufolge erstmals seit vier Jahren wieder mehr Ratenkredite aufgenommen.

Gefragt waren 2021 vor allem kleinere Summen, insbesondere von jungen Leuten. Größere Anschaffungen wurden hingegen verschoben, wie aus dem Risiko- und Kreditkompass der Auskunftei Schufa hervorgeht. Zugleich erwiesen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher als verantwortungsbewusste Schuldner: Sie zahlten ihre Ratenkredite auch im zweiten Corona-Jahr zuverlässig zurück.

Wie in den beiden Vorjahren wurden demnach 97,9 Prozent aller aufgenommenen Ratenkredite vertragsgemäß bedient. Die Pandemie habe auch 2021 keine negativen Auswirkungen auf die Ver- und Überschuldung der Menschen in Deutschland gehabt, hieß es in der Studie.

Hohe Nachfrage nach Krediten unter 1000 Euro

Im vergangenen Jahr zählte die Schufa rund 6,9 Millionen neu abgeschlossene Ratenkredite. Das waren etwa 4,5 Prozent mehr als 2020. Besonders stark legte die Nachfrage nach Krediten unter 1000 Euro zu. Ihr Anteil an allen neu abgeschlossenen Verträge stieg von 19,9 Prozent 2020 auf nunmehr 29,5 Prozent. Die Anteile mittlerer (1000 bis 10.000 Euro) und großer Ratenkredite (ab 10.000 Euro) waren hingegen rückläufig.

«Die Deutschen stellen größere Anschaffungen zurück. Dies spiegelt auch die Stimmung in unseren Verbraucherbefragungen wieder, die wir regelmäßig durchführen», erläuterte…