Umwelt
Mehr Luftverkehr wegen Ukraine-Krieg

Die Deutsche Flugsicherung registriert deutlich mehr Luftverkehr wegen des Ukraine-Kriegs und der Erholung von der Corona-Krise. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa

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Nicht nur auf der Straße und auf der Schiene ist derzeit viel los, sondern auch in der Luft: Die Deutsche Flugsicherung registriert eine enorme Zunahme an Flügen – auch wegen des Ukraine-Kriegs.

Die entspanntere Corona-Lage und der Ukraine-Krieg sorgen für viel Bewegung am Himmel. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) ist der Verkehrsanstieg im Luftraum nach zwei Jahren Corona-Flaute enorm.

«Wir befinden uns aktuell bei rund 90 Prozent des 2019er Verkehrs. In Spitzenzeiten lenken unsere Lotsinnen und Lotsen sogar schon mehr Flüge als vor der Krise», sagte eine Sprecherin. Dies gelte besonders für die DFS-Zentrale in Karlsruhe, die den oberen Luftraum über Deutschland überwacht.

So wurden in der 22. Kalenderwoche (31. Mai bis 5. Juni) 59 972 Flüge registriert. In der 22. Woche 2019 wurden 69 161 Flüge gezählt.

Deutlich mehr militärische Flüge

Allein durch großräumige Verschiebungen von Verkehrsströmen durch Luftraumsperrungen über Russland und der Ukraine registriert die DFS für Deutschland eine Zunahme von zusätzlich rund zehn Prozent des Verkehrs. Außerdem gebe es durch den Krieg erheblich mehr Militärflüge über Deutschland. Und ein weiterer Effekt sorgt für mehr Arbeit: Weil die Flugsicherung in Frankreich ein neues Flugsicherungssystem einführt, gibt es zusätzlichen Verkehr im deutschen Luftraum.

«Der Verkehrsanstieg nach der Corona-Krise ist für die gesamte Luftfahrtbranche erfreulich. Aber er stellt nicht nur Airlines und Flughafenbetreiber vor Herausforderungen, sondern fordert auch die DFS – insbesondere in Kombination mit dem…