„Ich bin nicht sicher, dass es möglich ist, ein Event schlechter zu organisieren, selbst wenn man es drauf anlegen würde“, brachte es der frühere englische Nationalspieler Gary Lineker in einem an die UEFA gerichteten Tweet auf den Punkt: „Absolut chaotisch und gefährlich.“

Was den 61-Jährigen auf die Palme brachte, waren die Zustände rund um das Stade de France in Paris vor dem Anpfiff des Champions-League-Finals zwischen dem FC Liverpool und Real Madrid. Angeblich hatten vor allem englische Fans stundenlang auf den Einlass ins Stadion warten müssen. Kurz vor dem ursprünglich geplanten Anstoßtermin eskalierte die Situation. Einige Fans kletterten über die Zäune. Die Polizei ging hart vor, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

„Es herrscht Chaos“, berichtete DW-Reporter Matt Pearson über die Situation an den Eingängen zum Stadion. „Tränengas liegt in der Luft. Fans versuchen reinzukommen, und die Polizei stürmt die Tore.“ Andere berichteten, die Polizei habe Pfefferspray eingesetzt.

Reals Torwart Courtois überragend

Erst mit 36 Minuten Verspätung wurde die Partie angepfiffen. Und es wirkte beinahe, als wolle der englische Vizemeister FC Liverpool jene Fans der „Reds“ entschädigen, die es erst verspätet oder gar nicht ins Stadion geschafft hatten. Die Mannschaft des deutschen Erfolgstrainers Jürgen Klopp schnürte den spanischen Meister Real Madrid in dessen Hälfte regelrecht ein. Allein der ägyptische Stürmerstar Mohamed „Mo“ Salah hatte drei gute Chancen. Reals belgischer Torwart Thibaut Courtois lenkte einen Schuss des Senegalesen Sadio Mané gerade noch mit den Fingerspitzen an den Pfosten (21. Minute). Doch trotz großer Überlegenheit sprang nichts Zählbares für Liverpool heraus.

Karim Benzema trifft, das Tor zählt jedoch nicht wegen Abseits

Dann fing sich Real – und plötzlich lag der Ball im Tor der Engländer. Dorthin befördert hatte ihn Frankreichs Stürmerstar Karim Benzema (43.). Per Videobeweis wurde jedoch auf Abseits erkannt,…