Umfrage
DIHK: Viele Unternehmen stellen höhere Kosten in Rechnung

Die hohen Energie- und Rohstoffpreise machen sich auch für Verbraucher bemerkbar. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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Ein Großteil der deutschen Unternehmen reicht die Kostensteigerungen in Folge höherer Energie- und Rohstoffpreise einer DIHK-Umfrage zufolge an Kunden weiter.

Ein Großteil der deutschen Unternehmen reicht die Kostensteigerungen in Folge höherer Energie- und Rohstoffpreise einer DIHK-Umfrage zufolge an Kunden weiter.

Etwa drei Viertel der Unternehmen hätten angegeben, Preise erhöhen zu wollen (34 Prozent) oder dies bereits getan zu haben (39 Prozent), teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Dienstag bei der Vorlage seiner Konjunkturumfrage mit. 15 Prozent könnten ihre Kostensteigerungen nicht weitergeben, und 6 Prozent hätten sich noch nicht entschieden, hieß es auf Basis einer Umfrage unter rund 25.000 Unternehmen aus allen Branchen.

Ihre Geschäftslage im Frühsommer schätzen demnach 36 Prozent der Firmen als «gut» ein. Das seien 3 Punkte weniger als in der Umfrage zu Jahresbeginn. Allerdings gehe auch der Anteil der Unternehmen, die von einer schlechten Geschäftslage berichteten, auf 17 Prozent zurück. Der Saldo aus guten und schlechten Lageeinschätzungen verbessere sich damit geringfügig und liege leicht unter dem langjährigen Schnitt.

Energiesicherheit wichtigstes Thema

Die Geschäftserwartungen seien angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine und des Lockdowns in China in nahezu allen Bereichen, vor allem in den energieintensiven Industriezweigen, eingebrochen. Bei der Risikobewertung kletterten steigende Energie- und Rohstoffpreise auf einen Höchstwert (78 nach 64 Prozent). «Sie sind in allen Branchen die schwerwiegendsten Herausforderungen», hieß es.