24.05.2022, 13:48
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Habeck sieht Öl-Embargo kommen +++ Ukraine meldet getötete Zivilisten +++ Lawrow rät Russland zu China-Fokus +++ Die Entwicklungen im Ukraine-Krieg im stern-Ticker.

Tag 90 der russischen Invasion in der Ukraine: Drei Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine erwartet Präsident Wolodymyr Selenskyj weitere schwere Wochen für sein Land. Erneut fordert er mehr Waffen vom Westen, damit die Ukraine sich verteidigen kann.

Seit Kriegsbeginn haben die Vereinten Nationen mittlerweile mehr als 6,5 Millionen Menschen registriert, die aus der Ukraine geflohen sind – ein Großteil davon nach Polen. Mindestens 3930 zivile Todesopfer wurden dokumentiert, die Zahl der von den UN bestätigten Verletzen beträgt 4532. Schon jetzt seien die Verluste der Russen in der Ukraine so hoch wie die der Sowjets in Afghanistan, schätzt der britische Geheimdienst.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) empfängt am Dienstag ihren polnischen Kollegen Zbigniew Rau zu Gesprächen in Berlin. Dabei werde es um Russlands Krieg in der Ukraine und um weitere internationale, europapolitische sowie bilaterale Themen gehen, teilte das Auswärtige Amt mit. 

13.40 Uhr: Polen wirft Deutschland bei Waffenlieferungen Wortbruch vor

Polens Staatschef Andrzej Duda hat der deutschen bundesregierung vorgeworfen, Versprechen bei Waffenlieferungen nicht eingehalten zu haben. Konkret geht es um einen Ringtausch von Panzern. Deutschland hatte den Nachbarn Leopard-Panzer zugesagt, um die an die Ukraine gelieferten polnischen Bestandspanzer zu ersetzen. „Deutschland hat versprochen, diese Panzer zu liefern. Sie haben dieses Versprechen nicht erfüllt. Und offen gesagt: Wir sind enttäuscht darüber“, sagte Duda dem fernsehsender Welt.

Indem Polen der Ukraine die eigenen Panzer überließ, habe das Land sein…