Afrika-Reise von Olaf Scholz
Blaskapelle im Niger verhunzt die deutsche Hymne total – der Kanzler bleibt ungerührt

Olaf Scholz (r.) mit dem nigrischen Präsidenten Mohamed Bazoum

© Michael Kappeler / Picture Alliance

24.05.2022, 10:32
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Olaf Scholz musste beim Staatsbesuch im Niger eine mindestens ungewöhnliche Version der deutschen Nationalhymne über sich ergehen lassen. Der Kanzler ließ sich jedoch nichts anmerken.

Nationalhymnen sollen etwas Offizielles, Patriotisches und Erhabenes ausstrahlen – doch werden sie falsch intoniert, kann die Wirkung schnell ins Lächerliche umschlagen. Das beste Beispiel dafür ist wohl Sarah Connor, deren Versinger „Brüh im Lichte dieses Glückes“ ihr bis heute noch anhaftet. Und auch bei Staatsbesuchen ist die Nationalhymne immer wieder ein sensibles Thema.

Traditionell wird die Hymne aus dem Land des Gastes gespielt, wenn beispielsweise ein Staatsoberhaupt ein anderes Land besucht. So auch auf der Afrika-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz, die ihn in den Senegal, den Niger und nach Südafrika führt. Im Niger präsentierte die Militärkapelle in der Hauptstadt Niamey zur Begrüßung eine völlig verhunzte Version der deutschen Nationalhymne.

Olaf Scholz besucht Bundeswehr-Soldaten im Niger

Kaum ein Ton wurde getroffen, die Melodie war nur schwerlich zu erkennen. In den sozialen Netzwerken sorgte die Intonation der Blaskapelle für viel Heiterkeit. „Schade, dass man das Gesicht von Scholz nicht sieht“, kommentierte ein User das Video. „In manchen Momenten zahlt es sich doch aus, dass der Bundeskanzler über große Selbstbeherrschung verfügt“, meinte ein anderer. Jemand attestierte Scholz „Nerven aus Stahl“ – oder er sei „einfach stocktaub“.

Es ist nicht der erste Vorfall, bei dem Nationalhymnen zu einem zweifelhaften Auftritt gelangen. Auch das…