Meinung

Bundesliga
Sportlich sinnlos: Die Relegation ist nur ein Event auf Kosten der Zweitligisten

Frust und Enttäuschung im HSV-Lager: Die Bundesliga-Relegation ist zunehmend ein Event auf Kosten der Zweitligisten.

© Martin Rose / Getty Images

24.05.2022, 12:16
2 Min. Lesezeit

HSV gegen Hertha BSC – es schien ein Duell auf Augenhöhe wie selten zuvor. Doch auch diesmal hatte der Bundesligist sichtbar die Mittel, den Erfolg zu erzwingen. Die Relegation ist aus sportlicher Sicht sinnlos geworden.

Diesmal schien wirklich alles bereitet für den Zweitligisten: Der Hamburger SV hatte das berühmte Momentum nach einer Siegesserie in der Liga auf seiner Seite. Die Mannschaft von Coach Tim Walter wirkte fußballerisch besser und stabiler als die von Hertha BSC. Und dass da zwei namhafte Größen der deutschen Fußballhistorie aufeinander trafen, stand ohnehin außer Frage. Dazu noch der 1:0-Sieg des HSV im Hinspiel inklusive totaler Niedergeschlagenheit der Hertha-Stars. Aber es kam anders: Am Ende triumphierte doch wieder der Erstligist – so wie in nun elf von 14 Relegationen seit der Wiedereinführung zur Saison 2008/2009.

Drängender denn je stellt sich die Frage: Welchen Sinn macht eine Relegation noch, wenn selbst in einem solchen Duell zwischen Vereinen auf Augenhöhe der Klub aus der 1. Liga offensichtlich den Sieg erzwingen kann. „Wir müssen einfach nur zeigen, dass wir der Erstligist sind.“ Trainerfuchs Felix Magath gab damit am Montag nicht nur die Marschroute für sein eigenes, in vielerlei Hinsicht eher marodes Team vor, sondern im Grunde für alle Bundesligisten in der Relegation. Mehr noch: Es ist nicht nur eine Marschroute, sondern ein Erfolgsrezept.

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