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„heute wichtig“
90 Tage Krieg: Wie geht es weiter? Militärexperte Prof. Masala beantwortet Leserfragen

Eine Frau und ein Kind posieren vor einem zerstörten russischen Panzer in der Ukraine

© Christopher Furlong / Getty Images

24.05.2022, 06:19
2 Min. Lesezeit

Vor drei Monaten hat Russland eine “Spezialoperation” in der Ukraine begonnen – um es klar zu sagen: einen Krieg. Warum es eher unwahrscheinlich ist, dass Wladimir Putin nukleare Waffen einsetzt und wieso Geheimdienste viele Informationen rund um den Krieg herausgeben, dazu hat Militärexperte Prof. Carlo Masala ausführlich im Podcast “heute wichtig” gesprochen.

Neben all dem Leid, das bereits angerichtet wurde, ist die größte Sorge des Westens, dass der russische Präsident Wladimir Putin seine Drohungen wahrmacht und Atomwaffen einsetzt. Der Militärexperte Prof. Carlo Masala hält einen Atomschlag, besonders gegen Nato-Länder, eher für abwegig, wie er in der 281. Folge des Podcasts “heute wichtig” sagt: „Der Nuklearkrieg zeichnet sich dadurch aus, dass keine Seite, die ihn führt, überleben kann. Von daher ist der Anreiz Nuklearwaffen einzusetzen, auch für die russische Föderation, extrem gering.“ Und über den russischen Präsidenten sagt Masala im Gespräch mit Michel Abdollahi: „Ich halte Putin nicht für einen Selbstmordattentäter, dem es egal ist, was mit ihm und seinem Land passiert.“

Auch medial wird der Krieg geführt

Gerade in den Medien wird viel über Erfolge und Verluste geschrieben, über Taktiken beider Seiten. Und so wird auch medial ein Krieg geführt. Professor Masala sieht darin kein Problem, besonders die US-Geheimdienste hätten noch vor dem Krieg schon relativ viele Informationen bewusst gestreut, um der russischen Seite zu signalisieren: wir wissen, was ihr vorhabt. Aber bei der Einschätzung von Stärke und Schwäche, sollte man die…