23.05.2022, 16:41
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Russe im ersten Kriegsverbrecherprozess in Kiew verurteilt +++ Russland zu Gesprächen mit der Ukraine bereit +++ Scharfe Kritik an Olaf Scholz+++ Baltische Staaten beenden Stromimport aus Russland +++ Die Entwicklungen im Ukraine-Krieg im stern-Ticker.

Tag 89 der russischen Invasion in der Ukraine: Die Kämpfe im Osten der Ukraine gehen mit unverminderter Härte weiter. Dabei sind nach ukrainischen Angaben mindestens acht Menschen durch russischen Beschuss getötet worden. In der Nacht gab es unter anderem in Kiew, Charkiw, Awdijiwka sowie in anderen ukrainischen Städten und Regionen Luftalarm und Angriffe.

Unterdessen wollen die Ukraine und Polen den ersten Schritt zu einer Integration der Ukraine in die EU gehen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte an, dass die Ukraine eine gemeinsame Zollkontrolle mit Polen einführen will, das sei „der Beginn unserer Integration in den gemeinsamen Zollraum der Europäischen Union“. Ukrainer erhielten in Polen „de facto und de jure die gleichen Chancen“ wie polnische Staatsbürger. Selenskyj will analog dazu ein Gesetz in der Ukraine auf den Weg bringen.

16.34 Uhr: Wladimir Klitschko fordert in Davos totale Isolation Russlands

Der ukrainische Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko hat wegen des russischen Einmarsches in die Ukraine eine vollständige Isolation Russlands gefordert. „Der Krieg wird so lange dauern, wie die Welt Handel mit Russland treibt“, sagte der 46-Jährige in einer Gesprächsrunde beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Er forderte zudem einen Ausschluss russischer Athleten von Olympischen Spielen. „Das hat nichts mit der Nationalität oder den Athleten zu tun, aber sie repräsentieren das aggressive Regime Russlands“, sagte er. Zugleich betonte der Ex-Boxer, die Ukraine werde ihren Widerstand nicht aufgeben: „Wir werden so lange kämpfen, wie wir leben.“