Nato-Codename „Satan 2“
Putin will bis Herbst 50 Interkontinentalraketen „Sarmat“ bauen

Bilder des Tests einer Sarmat-Interkontinentalrakete aus dem April 2022

© Uncredited / Roscosmos Space Agency Press Service / AP / DPA

23.05.2022, 11:43
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Schon im April sorgte ein erfolgreicher Test einer russischen „Sarmat 28“-Rakete für weltweites Aufsehen. Nun hat Moskau verkündet, bis Herbst 50 der atomwaffenfähigen Interkontinentalraketen bauen zu wollen.

Russland will bis Herbst etwa 50 neue Interkontinentalraketen vom Typ Sarmat bauen, wie der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, der Agentur Interfax zufolge mitteilte. Damit geht die Baureihe nun in Serie, die Russlands Präsident Wladimir Putin bereits 2018 angekündigt hat – sie gilt als mächtigste Interkontinentalwaffe der Welt.

18.000 Kilometer Reichweite: Sarmat-Rakete könnte Bedrohung für die ganze Welt werden

Schon während ihrer Entwicklung zeigten sich einige Experten beunruhigt. Die Rakete wiegt mehr als 200 Tonnen und hat eine Nutzlast von knapp zehn Tonnen. Ihre Reichweite wird mit knapp 18.000 Kilometern angegeben – eine entscheidende Eigenschaft, denn dies würde bedeuten, dass sie von Russland aus Ziele auf der ganzen Welt ansteuern könnte. Dabei wäre eine Flugbahn sowohl über den Nord- als auch über den Südpol möglich, um etwa Ziele in den USA zu treffen. Wohl auch deshalb lautet ihr dramatischer Nato-Codename „SS-X-30 Satan 2“ 

Bildquelle: Picture Alliance/Michael Bihlmayer

Besonders stolz scheint der Kreml auf eine weitere Technik zu sein: Berichten zufolge, kann die Rakete mit einem Hyperschallgleiter transportiert werden. Dies würde bedeuten, dass sie keiner ballistischen Bahn folgt und es somit praktisch unmöglich ist, sie abzufangen. 

Genau das betonte Putin auch deutlich, als er…