30,48 Zentimeter sind zu groß
„Ich befürchte die Pleite“: Warum die Deutsche Post Plattenläden gegen sich aufbringt

Schallplatten sind für viele Musikfans in aller Welt immer noch erste Wahl – der Versand der Vinylscheiben aus Deutschland in andere Länder droht nun, deutlich teurer zu werden

© Shotshop / Imago Images

23.05.2022, 19:07
4 Min. Lesezeit

25 Zentimeter. Größer darf eine Warensendung ins Ausland in Zukunft an keiner Seite sein. Für Schallplattenhändler wird das neue Format der Deutschen Post zum Problem – sie wehren sich. Doch für einen Erfolg des Protests spricht wenig.

Musik auf Vinyl – das ist auch in Zeiten von Streamingdiensten für viele Musikfans in aller Welt immer noch das einzig Wahre.

Haben Plattenläden in Deutschland die gesuchte rare Platte auf Lager, werden die schwarzen Scheiben auch gerne aus anderen Ländern oder vom anderen Ende der Welt bestellt. Seit 2019 bietet die Deutsche Post AG dafür die „Warenpost international“ an. Kosten: von 3,70 Euro ohne Sendungsverfolgung innerhalb der Europäischen Union bis 7,35 Euro in alle anderen Länder mit Tracking – günstiger als der Versand bei den Mitbewerbern.

Doch damit soll bald Schluss sein: Ab 1. Juli soll die „Warenpost international“ in der bisherigen Form nicht mehr für Schallplatten zur Verfügung stehen, denn die Scheiben sind dann mit 30,48 Zentimetern Durchmesser zu groß. Eine Seite der Sendungen darf dann nur noch 25 Zentimeter lang sein. Bislang darf die Länge von 60 Zentimetern nicht überschritten werden.

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