Dann gab es kein Halten mehr. Freiburgs Ermedin Demirovic knallte den vierten Strafstoß des SC Freiburg im entscheidenden Elfmeterschießen mit voller Wucht an die Latte. Sein Fehlschuss war damit gleichbedeutend mit dem 4:2 (1:1, 1:1, 0:1)-Sieg von RB Leipzig, die ihren ersten Titel in der jungen Vereinsgeschichte feierten. Willi Orban hob seinen Trainer in die Luft, Kevin Kampl liefen die Tränen herunter und Nkunkus erster Weg führte ihn zu den RB-Fans. „Es ist Wahnsinn“, sagte RB-Clubchef Oliver Mintzlaff in der ARD. „Dass es am Ende so geklappt hat, ist unfassbar. Das braucht sicherlich ein bisschen. Unsere Welt dreht sich ja so schnell.“ Er werde sich “die Zeit nehmen, diesen Erfolg zu genießen“.

Noch Minuten nach dem Abpfiff ließen sich die Spieler der Leipziger von den eigenen Fans feiern und zelebrierten den ersten Erfolg der Historie. Doch auch auf der Gegenseite gab es Beifall. Trotz großer Enttäuschung und fassungslosen Blicken wurde die Freiburger von ihren Fans gefeiert. Besonders einer wurde lautstark besungen. „Christian Streich, du bist der beste Mann“, skandierten die Fans im Stadion und der sichtlich bewegte Freiburger Trainer dankte es ihnen mit Beifall.

Tedesco mit Energieleistung

Es war ein intensives Pokalfinale im ausverkauften Berliner Olympiastadion mit einem Sieger, der lange Zeit auf der Verliererstraße zu sein schien. Erst sorgte ein umstrittener Treffer durch die Freiburger für den Rückstand der Leipziger, dann wurde der davoneilende Lucas Höler durch Leipzigs Lukas Klostermann regelwidrig von den Beinen geholt und musste mit Rot den Platz verlassen. Im Grunde war alles vorbereitet für einen Erfolg des Sportclubs aus dem Breisgau. Doch dann übernahm Trainer Domenico Tedesco die Kontrolle und peitschte sein Team energisch nach vorne. Nur eine Gelbe Karte durch den Schiedsrichter konnte den 36-Jährigen zwischenzeitlich zur Ruhe bringen.

Doch seine Aktionen hatten den…