Welttag der Bienen
Wie sich Tierärzte um Bienengesundheit kümmern

«Bienen zählen zu den wichtigsten Nutztieren», sagt Amtstierarzt Björn Wilcken. Foto: Christophe Gateau/dpa

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Bienen bestäuben Pflanzen und liefern Honig. Sie gehören zu den wichtigsten Nutztieren in der Landwirtschaft. Inzwischen gibt es spezielle Fachtierärztinnen und -ärzte, die sich um Bienen kümmern.

Wenn Hobby-Imker Björn Wilcken sich seine Bienenstöcke anschaut, achtet er auf andere Dinge als viele Imker-Kollegen und -Kolleginnen. Denn Wilcken ist Tierarzt und bald sogar Fachtierarzt für Bienen – einer von nur gut einem Dutzend in Deutschland.

«Bienen zählen zu den wichtigsten Nutztieren», sagt Wilcken. Daher nehme das Bewusstsein zu, dass man sich um ihre Gesundheit kümmern müsse.

Als angehender Fachtierarzt kümmert sich Wilcken nicht nur um die eigenen Bienen. Er ist Amtstierarzt in Berlin. Sein Bienenfachwissen braucht er zum Beispiel, wenn Imker mit ihren Bienenvölkern umziehen möchten. «Ich muss zum Beispiel einschätzen können, ob es Anzeichen der Amerikanischen Faulbrut gibt, damit sie keine Seuchen umhertragen», sagt Wilcken. Seine Arbeit ist auch wichtig, damit Honig ein sicheres Lebensmittel ist.

Fachtierärzte für Bienen noch selten

Während Bienen und Bienenhaltung sich wachsender Beliebtheit erfreuen, sind die Bienenärzte noch eine kleine Gruppe. Gerade mal 17 auf Bienen spezialisierte Tierärztinnen und Tierärzte gibt es bundesweit laut der Statistik der Bundestierärztekammer für das Jahr 2020. Davon haben neun einen Facharzttitel, die anderen acht eine Zusatzbezeichnung «Bienen».

Viele von ihnen sind wie Björn Wilcken im Öffentlichen Dienst tätig oder in Laboren. Kaum jemand hat eine typische Kleintierpraxis oder eine Fahrpraxis. «Die Geschäftsidee der…