Rassistischer Anschlag
Youtube in der Kritik: Attentäter von Buffalo baute offenbar nach Video-Anleitung seine Waffe um

Trauernde haben am Tatort in Buffalo Blumen niedergelegt und Kerzen aufgestellt. Nach dem Anschlag mit zehn Toten gibt es Kritik an der Videoplattform Youtube

© Scott Olson / Getty Images / AFP

20.05.2022, 17:02
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Eigentlich hat Youtube Richtlinien für das Posten von Inhalten zum Thema Waffen. Doch wie Chatprotokolle des mutmaßlichen Massenmörders von Buffalo nahelegen, setzt die Videoplattform ihre eigenen Regeln nicht ausreichend durch.

Der mutmaßliche Massenmörder von Buffalo hatte vor seiner Tat offenbar mithilfe von Youtube-Videos gelernt, wie er seine Waffe illegal modifizieren konnte. Das geht aus den Online-Tagebüchern des 18-Jährigen hervor, wie der US-Sender NBC News berichtet. Der Verdächtige habe anscheinend in Chatprotokollen des Messengerdienstes Discord auf die Filme verwiesen. Eines der Videos zeige, wie man an einem Gewehr eine Magazinsperre entferne, um ein schnelleres Nachladen zu ermöglichen. Offenbar habe er es für den Umbau seiner eigenen Waffe genutzt.

Am Donnerstagabend — also fünf Tage nach dem Attentat im US-Bundesstaat New York — seien die Anleitungen noch immer auf Youtube verfügbar gewesen, schreibt NBC News. Und das, obwohl einige der Videos wohl gegen die Richtlinien der Plattform verstießen. Demnach dürfen Filme, in denen gezeigt wird, wie man zum Beispiel Zubehör wie Magazine mit hoher Kapazität an Waffen installiert, nicht dort gepostet werden.

Auf eine Bitte um eine Stellungnahme zu den Videos habe Youtube zunächst nicht reagiert, so der Sender.

Rassistischer Attentäter tötete in Buffalo zehn Menschen

Die Interessengruppe Everytown for Gun Safety Support Fund forderte den Videokanal auf, als Reaktion auf die Tagebuchhinweise…