Seine Kompositionen für Filme wie „Blade Runner“, „1492 – Die Eroberung des Paradieses“ oder „Die Stunde des Siegers“ (Originaltitel: „Chariots of Fire“) machten Vangelis weltberühmt. Mit seiner Musik für „Chariots of Fire“ gewann er 1982 sogar den Oscar und erreichte die Spitze der US-Billboard-Charts. Wie griechische Medien unter Berufung auf den Anwalt des Musikers berichteten, starb Vangelis bereits am  17. Mai in einem französischen Krankenhaus.

„666“: Klassiker des progressiven Rock

Vangelis, mit bürgerlichem Namen Evangelos Odysseas Papathanassiou, wurde am 29. März 1943 in der zentralgriechischen Küstenstadt Agria in der Nähe von Volos geboren. Eigentlich hatte er Maler werden wollen und studierte an der Akademie der Schönen Künste in Athen. Die Musik brachte er sich selbst bei.

1968 zog er nach Paris, wo er zusammen mit den griechischen Musikern Demis Roussos und Loukas Sideras seinen ersten internationalen Erfolg feierte. „Aphrodite’s Child“, so der Name der Band, erlangte Kultstatus und verkaufte mit Hits wie „Rain and Tears“ Millionen von Platten, ehe sie sich 1972 auflöste. Die LP „666“ (1972), für die Vangelis die Musik komponierte, gilt als Klassiker des progressiven Rock.

Vangelis bei einer Aufnahme mit Kindern in London

Ein Jahr später startete Vangelis seine Solokarriere und experimentierte mit elektronischer Musik. Und nach dem Oscar für „Chariots of Fire“, der die Geschichte zweier britischer Läufer in den 1920er-Jahren erzählt, kam ein Erfolg nach dem anderen.

Anfang des neuen Jahrtausends begann Vangelis auch mit Orchestermusik zu experimentieren. 2002 komponierte er die Musik zur Fußball-WM in Korea und Japan.

2018 schrieb er ein Stück für die Beerdigung von Stephen Hawking, das die Worte des verstorbenen Professors enthielt und von der Europäischen Weltraumorganisation ins All übertragen wurde.

Vangelis: „Einfach nur Musik machen“

In Athen hat Vangelis die Institution „Evangelos Papathanassiou“ gegründet, die…