Weltwetterorganisation
Vier Indikatoren für den Klimawandel auf Rekordniveau

Ausgetrocknetes Flussbett in Indien. Die globale Erwärmung nimt laut einem Bericht der Weltwetterorganisation weiter zu. Foto: Manish Swarup/AP/dpa

© dpa-infocom GmbH

Eine Trendwende ist beim Klimawandel noch lange nicht in Sicht, im Gegenteil. Experten melden besorgniserregende Rekordwerte in mehreren Bereichen.

Vier wichtige Indikatoren für den Klimawandel haben nach dem neuen Klimazustandsbericht der Weltwetterorganisation (WMO) Rekordwerte erreicht.

Das unterstreiche die verheerenden Folgen der menschlichen Aktivitäten für die Ökosysteme, die eigentlich das Überleben der Menschheit sichern sollen, berichtete die WMO am Mittwoch in Genf. Rekorde gab es beim Anstieg des Meeresspiegels, dem Wärmeinhalt der Ozeane, der Versauerung der Meere und der Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre. Dabei handelt es sich vor allem um Kohlendioxid (CO2).

Die WMO bestätigte ihre vorläufige Berechnung, dass die globale Durchschnittstemperatur 2021 etwa 1,1 Grad über dem vorindustriellen Niveau (1850-1900) lag und die vergangenen sieben Jahre die wärmsten waren seit Messbeginn. Sie hatte dies Besorgnis erregende Entwicklung schon in ihrem vorläufigen Zustandsbericht im Oktober angerissen. Zu dem Zeitpunkt lagen aber noch nicht alle Messwerte vor.

Nach einer WMO-Prognose von vergangener Woche könnte die globale Jahres-Durchschnittstemperatur schon bis 2026 zumindest in einem Jahr mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen. Die Wahrscheinlichkeit dafür liege bei fast 50 Prozent. Das bislang heißeste Jahr war 2016 mit 1,2 Grad über vorindustriellem Niveau.

«Unser Klima verändert sich vor unseren Augen», sagte WMO-Chef Petteri Taalas. Die menschengemachten Treibhausgase in der Atmosphäre verhinderten die…