18.05.2022, 10:15
8 Min. Lesezeit

Finnland und Schweden beantragen offiziell Nato-Mitgliedschaft +++ Erster Kriegsverbrecherprozess in Ukraine +++ Merz: Waffenlieferungen werden bewusst verschleppt +++ Die Entwicklungen im Ukraine-Krieg im stern-Ticker.

Tag 84 der russischen Invasion in der Ukraine: Nachdem die ersten ukrainischen Soldaten aus dem lange umkämpften Asow-Stahlwerk evakuiert wurden, stellt sich nun die Frage nach ihrem Schicksal. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij drängt auf einen Gefangenenaustausch. Doch dem stehen nun Stimmen aus Moskau entgegen. Auch das Schicksal der noch im Stahlwerk befindlichen Soldaten ist vorerst unklar. Derweil sind die Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien ein weiteres Mal gescheitert. Die Gespräche zur Beendigung des Krieges zwischen Moskau und Kiew sollen nur bei konkreten Vorschlägen wieder aufgenommen werden, so Kiews Unterhändler Mychajlo Podoljak. Keine guten Aussichten. Im Süden der Ukraine sollen sich die russischen Truppen inzwischen regelrecht „eingraben“. Im Osten des Landes halten die Kämpfe unvermindert an. Finnland und Schweden haben nun offiziell die Aufnahme in das Nato-Bündnis beantragt.

Die Meldungen zum Krieg in der Ukraine von Mittwoch, den 18. Mai:  

10.03 Uhr: 959 ukrainische Soldaten haben sich seit Montag in Asow-Stahlwerk ergeben

Seit der ersten Evakuierung am vergangenen Montag haben sich 959 ukrainische Soldaten, die sich im Asow-Stahlwerk in Mariupol verbarrikadiert hatten, ergeben. Das teilte die russische Regierung mit. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt darauf, die die Männer, die über viele Wochen Widerstand geleistet haben, durch einen Gefangenenaustausch in Sicherheit zu bringen. Aus Russland kommen nun  aber Stimmen, die eine Verurteilung der ukrainischen Gefangenen fordern.

9.13 Uhr: Britischer…