Ukraine-Krieg
Schnell, wendig, tödlich: Ukrainische Armee nutzt E-Bikes als Anti-Panzer-Waffen

Der CEO und Gründer des E-Bike-Herstellers Delfast teilte dieses Bild in den sozialen Netzwerken: Es zeigt ein Delfast Top 3.0 mit seitlich montierter NLAW-Panzerabwehrlenkwaffe.

© Delfast / Daniel Tonkopi / Hersteller

18.05.2022, 11:21
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Im Kampf gegen die russischen Invasoren greift die ukrainische Armee zu ungeahnten Methoden: Gleich zwei E-Bike-Hersteller kooperieren mit den Soldaten, um schnelle Angriffe auf russische Ziele zu ermöglichen.

Der ukrainische E-Bike-Hersteller Delfast hat die Erlaubnis der Armee: Endlich darf man darüber sprechen, wie die schnellen Elektrofahrräder im Krieg gegen Russland helfen. Firmengründer und CEO Daniel Tonkopi teilte zwei Bilder seiner E-Bikes, Modell Top 3.0, in den sozialen Netzwerken. Darauf zu sehen: Geländegängige Mountainbikes mit riesigen Akkus und montierten Transportboxen für Panzerabwehrlenkwaffen der Marke NLAW.

80 km/h, 300 Kilometer Reichweite

Bei den E-Bikes handelt es sich eigentlich um kleine Motorräder. Laut Hersteller erreicht das Top 3.0 eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde und bringt es auf eine Reichweite von über 300 Kilometern. Um das zu schaffen, setzen die Bikes auf einen 72-Volt-Akku mit 48 Amperestunden, der einen 3000-Watt-Motor im Hinterrad antreibt. Tatsächlich lässt sich das Delfast noch mit Pedalen betreiben, aber es ist auch möglich, nur per Gasgriff zu fahren. Ohne Raketenwerfer liegt der Preis für ein solches E-Bike bei rund 7000 Euro.

Für die Armee scheint sich das Elektrofahrrad als nützliches Werkzeug zu etablieren. Eine Rückmeldung der Truppen lautet: „Das Fahrrad war großartig und kann wirklich für mobile Gruppen funktionieren. Wir planen und nutzen es für Aufklärungsmissionen und Angriffe auf…