Aufrüstung
US-Hyperschallwaffen – erfolgreicher Start nach drei Fehlschlägen

Oldie der Lüfte: eine B-52H Stratofortress.

© US-Luftwaffe / Commons

17.05.2022, 13:09
2 Min. Lesezeit

Die USA arbeiten an Hyperschallwaffen, um ihren Rückstand gegenüber Russland und China aufzuholen. Von einem alten B-52-Bonber gelang der Start einer AGM-183A ARRW – sie erreichte fünffache Schallgeschwindigkeit.

Beim Thema Hyperschallwaffen hinken die USA Ländern wie Russland und China hinterher – aber sie wollen aufholen. Nun wurde eine Rakete von einem B-52-Bomber aus gestartet und erreichte tatsächlich den Hyperschallbereich. So wird derzeit alles genannt, was fünffache Schallgeschwindigkeit und mehr erreicht.

Gleiter ohne Antrieb

Die AGM-183A ARRW gehört zu den Systemen, die aus der Luft gestartet werden. ARRW steht für Air-Launched Rapid Response Weapon – in etwa: Luftgestützte Schnelle Reaktions Waffe. Das heißt, das Trägersystem – der Bomber – bringt bereits eine gewisse Geschwindigkeit mit, dann startet eine Raketenstufe – der Booster – der das System auf die Endgeschwindigkeit beschleunigt. Schließlich trennt sich ein Hyperschall-Gleiter – der eigentliche Gefechtskopf – von der Rakete und rast mit hoher Geschwindigkeit auf sein Ziel zu.

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„Nach der Trennung vom Flugzeug zündete und brannte der Booster des ARRW für die erwartete Dauer und erreichte Hyperschallgeschwindigkeiten, die fünfmal höher sind als die Schallgeschwindigkeit“, so das Pentagon. Die angestrebte Geschwindigkeit des Systems liegt allerdings bei 20-facher Schallgeschwindigkeit. Der Gleiter selbst besitzt bei der ARRW keinen eigenständigen Antrieb. Er stürzt entlang einer flachen atmosphärischen Flugbahn…