Das Wichtigste in Kürze:

Fraktionen in Schwedens Parlament mehrheitlich für NATO-Beitritt Ungarn fordert Milliarden-Ausgleich bei Öl-Embargo Ukraine: Sabotage- und Aufklärungseinheiten abgewehrt Gouverneur: Ukraine kontrolliert weiter zehn Prozent von Luhansk Frauen der Kämpfer von Mariupol: Lage ist katastrophal

 

Schweden will Mitglied der NATO werden. Das Land werde die Aufnahme in das Militärbündnis beantragen, sagte Ministerpräsidentin Magdalena Andersson in Stockholm. Damit beginne eine neue Ära. Zuvor hatten fast alle Parteien im Parlament ihre Unterstützung für ein Beitrittsgesuch zum Ausdruck gebracht. Nur Grüne und Linke sind dagegen. „Es gibt viel in Schweden, das es wert ist, verteidigt zu werden, und Schweden wird am besten in der NATO verteidigt“, sagte Andersson in der Debatte.

Ihre sozialdemokratische Partei hatte bereits am Sonntag für eine Mitgliedschaft in dem Militärbündnis plädiert. Der Chef der größten Oppositionspartei Moderaterna, Ulf Kristersson, begrüßte das Vorhaben: „Endlich können auch wir Mitglied der NATO werden.“ Die bürgerliche Partei verfolgt diese Linie schon länger.

Auch in Finnland debattieren die Abgeordneten einen entsprechenden Antrag. Eine Mehrheit im Parlament gilt als sicher. Präsident Sauli Niinistö und Regierungschefin Sanna Marin hatten am Sonntag gemeinsam verkündet, dass die Regierung den Nordatlantikpakt um Aufnahme bitten wolle. Europaministerin Tytti Tuppurainen sagte der Deutschen Welle: „Wir lassen uns von Russland nicht einschüchtern.“ Moskau könne den Finnen nicht die „eigenen nationalen Entscheidungen diktieren“. Das Land teilt sich mit Russland eine rund 1300 Kilometer lange Grenze.

Putin: „Wir werden reagieren“

Kremlchef Wladimir Putin erklärte, man werde auf die geplante Erweiterung reagieren. Die Ausweitung der NATO sei ein Problem. Russland müsse im Blick haben, dass das Bündnis seinen globalen Einfluss ausbauen wolle. Vize-Außenminister Sergej Rjabkow hatte mit Blick auf…