„Blackout Challenge“
Eine Tiktok-Challenge kostete eine Zehnjährige ihr Leben – nun verklagt die Mutter den Konzern

Die Tiktok-Challenge ist für Kinder eine Gefahr, argumentiert die Familie des Opfers (Symbolbild)

© Jérémie Fulleringer/ / Picture Alliance

14.05.2022, 15:37
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Immer wieder tauchen bei Tiktok Videos auf, in denen sich Kinder und Jugendliche vorsätzlich ohnmächtig werden lassen. Nun wirft die Mutter eines Opfers dem Unternehmen vor, die gefährliche „Blackout“-Challenge aktiv zu befeuern. 

Es ist ein scheinbar harmloses Spiel. Mit Hilfe von Freunden oder alleine bringen sich Kinder in einen Ausnahmezustand. Und filmen sich dabei. Doch die „Blackout“-Challenge ist lebensgefährlich: Indem man das Atmen unterbindet, schicken sich die Teilnehmer selbst in die Ohnmacht. Und spielen so mit ihrem Leben. Die Mutter eines Opfers will nun Tiktok zur Rechenschaft ziehen.

Zehn Jahre war Nylah Anderson alt, als sie letztes Jahr den gefährlichen Trend mitmachen wollte. Obwohl ihre Mutter noch mit ihrem leblosen Körper ins Krankenhaus eilte, konnte sie nicht mehr gerettet werden: Fünf Tage nach ihrer Einlieferung starb sie am 12. Dezember im Krankenhaus.

Tiktok am Pranger

Und das sei Tiktoks Schuld, argumentieren nun die Anwälte von Nylahs Mutter Tawainna Anderson. Ihrer Ansicht nach konnte Nylah nur auf die Idee zur Challenge gekommen sein, weil sie die Videos auf der Plattform angezeigt bekommen hätte. Und das sei nur möglich gewesen, weil der hochpräzise Algorithmus der Plattform sie als relevant für das junge Mädchen bewertet habe. Der Algorithmus habe „entschieden, dass die tödliche Black-Out-Challenge passgenau und von hohem Interesse für die zehnjährige Nylah Anderson war“, leiten die Anwälte in der Klageschrift die Verantwortlichkeit des Konzerns herbei. 

Das Unternehmen Tiktok…