Garching / München
Boxer stirbt nach Kampf an Herzinfarkt – Fans behinderten die Rettungssanitäter

Die Rettungssanitäter konnten offenbar nicht ungestört die Reanimation durchführen (Symbolbild)

© huettenhoelscher / Getty Images

16.05.2022, 11:28
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Der Boxer Musa Yamak hat während eines Kampfes einen Herzinfarkt erlitten. Im Krankenhaus starb er an den Folgen. Aufgebrachte Fans störten offenbar die Rettungskräfte bei den Notfallmaßnahmen.

Am Freitag hatte sich Boxer Musa Yamak noch durch den technischen K.o. den WBF-Titel im Halbschwergewicht gesichert. Einen Tag danach endete sein nächster Kampf bei einer Boxveranstaltung im bayrischen Garching tragisch: Im Kampf gegen Hamza Wandera sackte er laut eines Berichts der Seite „Boxen1“ kurz vor Beginn der dritten Runde zusammen und verlor das Bewusstsein.

Der Halbschwergewichtler hatte einen Herzinfarkt erlitten, offenbar kurz nachdem er während des Kampfes einen Schlag gegen den Kopf kassiert hatte. Yamak wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er nach Angaben der Polizei am Sonntag in den Nachmittagsstunden verstarb. Der Boxer aus München wurde 38 Jahre alt.

Boxkampf in Garching: Fans stören Sanitäter bei Reanimation

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet, wurde der Einsatz der Notfallsanitäter durch das Publikum erschwert. Circa 50 „emotional betroffene“ Personen hätten die Rettungskräfte in der Veranstaltungshalle bedrängt und gestört. Insgesamt wurden 15 Streifen der Polizei zu der Veranstaltung geschickt. Die Beamten sperrten dort den Bereich um den Behandlungsort ab, während die Sanitäter um das Leben des Boxers kämpften.

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