Meisterschaftsfeier
Miese Stimmung beim FC Bayern: Hoeneß und Kahn teilen aus und ändern doch nichts

Oliver Kahn spricht auf der Meisterschaftsfeier des FC Bayern vom Rathausbalkon: „Basta“

© Matthias Balk / DPA

16.05.2022, 16:03
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Trotz des zehnten Meistertitels in Folge beherrschen der mögliche Weggang von Robert Lewandowski und die Irritationen um Niklas Süle die Debatten beim FC Bayern. Oliver Kahn und Uli Hoeneß versuchen vergeblich, Machtworte zu sprechen. 

Der hauseigene TV-Sender mühte sich nach besten Kräften, eine möglichst gute Stimmung nach außen zu verbreiten. FC-Bayern-TV übertrug bei strahlendem Sonnenschein die Meisterfeier vom Münchner Marienplatz, doch so richtig kam die Party nicht in Gang, obwohl sich Ex-Profi Claudio Pizarro vor der Vorstellung der Spieler als offizieller FC-Bayern-Animateur versuchte. Alles Hey und Ho konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stimmung beim FC Bayern eher frostig ist. Da mögen die Verantwortlichen noch so sehr vom historischen, zehnten Meistertitel reden. Es fühlt sich trotzdem nach einer unbefriedigenden Saison an nach dem frühen Scheitern im DFB-Pokal und dem Aus in der Champions League im Viertelfinale.

So war die Meisterfeier des ruhmreichen FC Bayern überlagert vom möglichen Abgang Robert Lewandowskis, der seinen Vertrag (läuft bis 2023) nicht verlängern und offenbar das Angebot vom FC Barcelona annehmen möchte, der ihm einen üppigen Drei-Jahres-Vertrag bietet. Zusätzlichen Ärger entfachte die Weigerung von Niklas Süle, beim letzten Spiel in Wolfsburg aufzulaufen. Trainer Julian Nagelsmann hatte es Süle freigestellt, ob er zum Auswärtsspiel mitfahren wolle oder nicht. All das befeuerte die Kritik an Sportvorstand Hasan Salihamidzic, die sich in den vergangenen Tagen verstärkt hatte. Der Vorwurf: Der Sportvorstand betreibe keine gute Transferpolitik. Süle und Lewandowski…