Cyberkriminalität
Hackerattacken für deutsche Unternehmen besonders teuer

Eine fiktive Hackersoftware verschlüsselt in einer Maske auf dem Bildschirm Daten auf einer Festplatte. Foto: Lino Mirgeler/dpa

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Deutschland belegt bei den Kosten für Internetkriminalität einen Spitzenplatz. Der Mittelwert der von Hackern verursachten Schäden liegt hierzulande bei rund 20.000 Euro.

Die Kosten der Internetkriminalität liegen für deutsche Unternehmen nach einer Analyse des Spezialversicherers Hiscox auf einem internationalen Spitzenplatz.

Der Mittelwert der von Hackern verursachten Schäden lag im vergangenen Jahr hierzulande bei 20.792 Dollar (18.712 Euro), wie Hiscox in München mitteilte. Damit lagen deutsche Firmen erheblich über dem internationalen Mittelwert von 17.000 Dollar und international auf dem ersten Platz. Das britische Unternehmen veröffentlichte die neue Ausgabe seiner alljährlichen Analyse der Cyberkriminalität.

«Cyber-Schäden im Jahr 2021 fast verdoppelt»

Der Bericht basiert auf einer Befragung von 5.181 Managern in Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Irland, Belgien und den Niederlanden sowie eigenen Daten des Unternehmens. «Im Vergleich zu 2020 hat sich die Zahl der bei Hiscox Deutschland gemeldeten Cyber-Schäden im Jahr 2021 fast verdoppelt», sagte Gisa Kimmerle, die Leiterin des Bereichs Cyber bei Hiscox Deutschland. «Dabei hat sich nicht nur die absolute Zahl der Schäden, sondern auch die Schadenquote pro Versicherungspolice enorm gesteigert: Im Vergleich zu 2020 liegt diese 2021 um 55 Prozent höher.»

Das von Hiscox genannte Schadenmittel von 21.000 Dollar ist nicht identisch mit dem Durchschnitt, sondern bezeichnet die Mitte einer Datenreihe (Median) – im Fall der Cyberschäden war also eine Hälfte höher als 21.000 Dollar und die andere niedriger.