Betreuung
Ringen um Durchbruch für Kita-Beschäftigte

Im Tarifkonflikt um Kita-Erziehungskräfte und die Sozialarbeit sind Arbeitgeber und Gewerkschaften in die voraussichtlich entscheidende Verhandlungsrunde gestartet. Foto: Jan Woitas/dpa

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Zehntausende waren für bessere Bedingungen sowie mehr Geld in Kitas und in der Sozialarbeit auf der Straße – nun setzen Gewerkschaften und Arbeitgeber ihre langwierigen Gespräche fort. Drohen neue Warnstreiks?

Im Tarifkonflikt um Kita-Erziehungskräfte und die Sozialarbeit sind Arbeitgeber und Gewerkschaften in die voraussichtlich entscheidende Verhandlungsrunde gestartet.

Die Gewerkschaften Verdi und der Beamtenbund dbb verlangten ein Einlenken von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden im Februar und März. Verdi-Chef Frank Werneke sagte unmittelbar vor der Fortsetzung der Verhandlungen in Potsdam, in der vergangenen Woche seien 45.000 Streikende auf der Straße gewesen. Nun gehe man mit entsprechend großem Selbstbewusstsein in die Gespräche.

«Der Leidensdruck ist bei ganz vielen Kolleginnen und Kollegen in den Kitas, in der Sozialarbeit, in der Behindertenhilfe groß nach zwei Jahren Pandemie», sagte Werneke. Das klare Ziel sei es, in dieser Verhandlungsrunde zu einem Ergebnis zu kommen. «Wir haben von unserer Seite aus kein Interesse an einem wochenlangen Streik», sagte Werneke. «Das setzt aber voraus, dass sich die kommunalen Arbeitgeber, mit denen wir die Verhandlungen führen, bewegen».

VKA: Einige Wünsche aus Kostengründen «nicht umsetzbar»

Der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach sagte: «Unsere Forderungen liegen seit einer Ewigkeit auf dem Tisch, alle Welt weiß um den dramatischen Personalmangel, der sich weiter zuspitzen wird.»

Die VKA-Präsidentin Karin…