15.05.2022, 10:35
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Russland soll Asow-Stahlwerk in Mariupol mit Phosphorbomben beschossen haben +++ Baerbock stellt Schweden und Finnland schnelle Nato-Aufnahme in Aussicht +++ Die Meldungen zum Krieg in der Ukraine im stern-Ticker.

Lesen Sie im stern-Wochenend-Ticker alle wichtigen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine: 

09.51 Uhr: Ukraine wirft Russland Einsatz von Phosphorbomben in Mariupol vor

Russland hat das Asow-Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol nach ukrainischen Angaben mit Phosphorbomben beschossen. „Die Hölle ist auf die Erde gekommen. Zu Azovstal“, schrieb der Mariupoler Stadtratsabgeordnete Petro Andrjuschtschenko am Sonntag im Nachrichtenkanal Telegram. Solche Brandbomben entzünden sich durch Kontakt mit Sauerstoff und richten verheerende Schäden an. Ihr Einsatz ist verboten. Andrjuschtschenko veröffentlichte dazu ein Video mit Luftaufnahmen, auf denen ein Feuerregen zu sehen ist, der auf das Stahlwerk niedergeht. Auf den zunächst nicht überprüfbaren Aufnahmen unklarer Herkunft war zudem Artilleriebeschuss der Industriezone zu sehen.

Andrjuschtschenko veröffentlichte zudem Bilder, die Aufschriften auf Bomben zeigen. Demnach soll das russische Militär damit auf den Sieg der Ukraine beim Eurovision Song Contest (ESC) reagiert haben. Es war zunächst nicht klar, woher diese Fotos stammten. Auf den mutmaßlichen Bomben war demnach auf Russisch zu lesen: „Kalusha, wie gewünscht! Auf Azovstal“ und auf Englisch „Help Mariupol – Help Azovstal right now“ (auf Deutsch: Helft Mariupol – Helft Azovstal sofort) mit dem Datum 14. Mai. Der Sänger der beim ESC siegreichen Band Kalusha Orchestra hatte auf der Bühne in Turin diese Worte in einem Appell gesagt.

09.16 Uhr: Baerbock stellt Schweden und Finnland schnelle Nato-Aufnahme in Aussicht

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat…