Verteidigungsbündnis
Brisante Nato-Gespräche in Berlin erwartet

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) mit ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen beim G7-Gipfeltreffen am Weissenhäuser Strand. Foto: Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa

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An der Ostseeküste endet ein G7-Treffen, in Berlin beginnen Nato-Beratungen: Deutschland ist noch zwei weitere Tage Schauplatz politischer Spitzengespräche. Es dürfte brisante Diskussionen geben.

Die Auswirkungen der Klimakrise auf die internationale Sicherheit, die Konflikte im Mittleren Osten und die Terrorgefahr in Nordafrika:

Zum Abschluss ihres Treffen an der deutschen Ostseeküste beschäftigen sich die Außenminister der Gruppe der führenden demokratischen Industrienationen (G7) an diesem Samstag mit Themen abseits des Krieges in der Ukraine. Gegen Mittag will Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) als Gastgeberin die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Beratungen in einem Luxushotel am Weißenhäuser Strand (Schleswig-Holstein) informieren.

Deutschland hat derzeit den Vorsitz der sogenannten G7. Der Runde gehören neben der Bundesrepublik USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien und Italien sowie Japan an. Als Gast bei dem Treffen war am Freitag unter anderem der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba mit dabei. Er rief die G7-Staaten zu mehr Tempo und Mut bei Waffenlieferungen auf.

Baerbock: Gemeinsam schnell liefern

Baerbock sagte in den ARD-«Tagesthemen», die große Herausforderung sei, gemeinsam schnell zu liefern. Tatsache sei, dass Bündnispartner aus eigenen Beständen nicht «per Knopfdruck» in bestimmten Bereichen alles liefern könnten. Mit Blick auf das Telefonat von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit Russlands Präsident Wladimir Putin am Freitag sagte Baerbock: «Die Diplomatie, die stirbt nie».