Geflüchtete in der Schweiz
Ukrainerin ist acht Sekunden lang im Fernsehen zu sehen – wenig später bekommt sie ihren Traumjob

Oksana Kononenko im Gespräch mit dem Schweizer Fernsehsender SRF

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14.05.2022, 11:35
2 Min. Lesezeit

Nur kurz tauchte Oksana Kononenko in einer Schweizer Nachrichtensendung auf. Die Ukrainerin sprach über ihre Arbeitssuche – und hatte wenig später ein Angebot vorliegen.

Millionen Menschen sind vor dem Krieg in der Ukraine in andere Länder geflüchtet – auch in die Schweiz. Das Staatssekretariat für Migration meldete in dieser Woche fast 48.000 Geflüchtete aus der Ukraine. Nachdem die Menschen sich halbwegs eingelebt und von den Strapazen der Flucht erholt haben, suchen sie nach Arbeit: Die Schweizer Kantone stellen einen deutlichen Anstieg bei den Jobgesuchen fest.

Wenige haben dabei allerdings so viel Glück wie Oksana Kononenko. Die 36-Jährige war Mitte März mit ihrer kranken Mutter aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew in die Schweiz geflüchtet. Einer ihrer ersten Wege dort führte zum Bundesasylzentrum in Zürich. Dort wurde sie von einem Fernsehteam des Schweizer Senders SRF gefilmt: Die Journalisten fragten, was sich Kononenko für ihr Leben in der Schweiz wünsche, die Ukrainerin antwortete, sie würde gern in einer Bank arbeiten – so wie in ihrer Heimat, wo sie als Finanzberaterin bei einer Privatbank tätig war, bevor der Krieg ausbrach.

Angebot einer Schweizer Privatbank

Nur acht Sekunden dauerte der Auftritt von Kononenko in dem Fernsehbericht, doch er brachte einen Stein ins Rollen. Der Beitrag wurde in der „Tagesschau“, der Hauptnachrichtensendung des SRF gesendet. Ein Verwaltungsratsmitglied einer Schweizer Privatbank wurde stutzig, machte sich zusammen mit den Geschäftsführern seiner Bank auf die Suche nach der Frau und kontaktierte sie schließlich über die Online-Plattform…