Das Wichtigste in Kürze:

Selenskyj fordert weiteren Druck auf Russland Baerbock bekräftigt Solidarität mit der Ukraine Türkei stemmt sich gegen NATO-Erweiterung Riga beschließt Abriss von Sowjet-Monument

 

Knapp zweieinhalb Monate nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj noch mehr Druck der internationalen Gemeinschaft auf Moskau gefordert. „Mit jedem Tag des Krieges nehmen die globalen Bedrohungen zu, gibt es eine neue Gelegenheit für Russland, Instabilität in anderen Teilen der Welt zu provozieren, nicht nur hier in Europa“. Derweil aber stürben in der Ukraine Männer und Frauen, „die ihr Bestes geben, damit alle Menschen frei leben können“. Daher sei „viel mehr Druck auf Russland erforderlich“, sagte Selenskyj in einer neuen Videoansprache. Dennoch gebe es Länder, in denen Sanktionen gegen Moskau zurückgehalten würden oder Hilfe für die Ukraine blockiert werde, kritisierte der Staatschef. Konkret nannte er jedoch kein Land beim Namen.

„Tatsächlich kann heute niemand vorhersagen, wie lange dieser Krieg dauern wird“, so Selenskyj weiter. „Aber wir tun alles, um unser Land schnell zu befreien. Das ist unsere Priorität – jeden Tag daran zu arbeiten, den Krieg zu verkürzen.“ Dazu aber brauche die Ukraine die Hilfe ihrer Partner, „aus europäischen Ländern, aus den Ländern der ganzen freien Welt“.

Unterstützung „nicht per Knopfdruck“

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat die Solidarität mit der Ukraine bekräftigt, zugleich aber um Geduld bei der Lieferung schwerer Waffen gebeten. Es sei Konsens, „dass wir an der Seite der Ukraine stehen müssen, damit es nicht weitere Kriegsverbrechen gibt, damit die Ukraine sich verteidigen kann“, sagte Baerbock am Rande des Treffens der G7-Außenminister in Schleswig-Holstein. Deutschland wie auch viele andere Bündnispartner könnten aber „nicht per Knopfdruck sofort Unterstützung“ gerade im Bereich Luftverteidigung liefern, fügte die…