Druck auf Ampel wächst
„Unbegrenztes Rasen passt nicht mehr in die Zeit“: Umweltminister der Länder fordern Tempolimit auf Autobahnen

Die Lichter vorbeifahrender Autos und Lastkraftwagen auf der A14

© Jan Woitas / DPA

14.05.2022, 19:15
1 Min. Lesezeit

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges fordern die Umweltminister der Länder ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. So könnte Energie gespart und die Abhängigkeit von Importen verringert werden.

Die Umweltministerinnen und -minister der Länder fordern ein Tempolimit auf Autobahnen. Darauf einigten sich die Teilnehmenden der Umweltministerkonferenz in Wilhelmshaven am Freitag, wie deren Vorsitzender, der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies, mitteilte. Die Länder begründeten die Forderung auch mit der Notwenigkeit des Energiesparens angesichts des Kriegs in der Ukraine.

Das Tempolimit wäre „eine kostengünstige, schnell umsetzbare und sofort wirksame Maßnahme“, um den Kraftstoffverbrauch und die Abhängigkeit von -importen zu verringern, hieß es im Beschluss. Gleichzeitig würden Treibhausgas-, Schadstoff und Lärmemissionen verringert werden. Die Maßnahme könne zunächst befristet während des „fortwährenden Konflikts“ eingeführt werden.

Mit ihrem Beschluss stellten sich die Länderminister gegen die Haltung der Bundesregierung: Die Ampel-Koalition hatte die Forderung nach einem Tempolimit nicht in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen, vor allem wegen des Widerstands der FDP.

Tempolimit „absolut richtig und überfällig“

Die Länderminister kritisierten angesichts der globalen Lebensmittelknappheit zudem die Umwandlung von Getreide in Bioethanol, das dann den Fahrzeugkraftstoffen beigemischt werde.

„Teller statt Tank“ sei mehr denn je die Devise der Stunde, erklärte Lies. In Deutschland würden derzeit jährlich…