Wüst vs. Kutschaty
Das Rennen zwischen den CDU- und SPD-Spitzenkandidaten ist knapp. Es bleibt spannend – bis zum Schluss

Die Spitzekandidaten in der WDR-Wahlarena von links nach rechts: Thomas Kutschaty (SPD), Mona Neubaur (Grüne), Hendrik Wüst (CDU), Joachim Stamp (FDP) und Markus Wagner (AfD)

© Rolf Vennenbernd / DPA

14.05.2022, 19:29
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Aus den Umfragen lässt sich bisher kaum ablesen, wer bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen das Rennen macht. Zwischen Ministerpräsident Wüst und SPD-Mann Kutschaty gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Für die neue Regierung gibt es mehrere Optionen.

Es ist der Gipfel im deutschen Landtagswahl-Marathon 2022: Wenn mehr als 13 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen sind, eine neue Regierung zu wählen, blickt am Sonntag alles ins einwohnerstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Hier fallen die Würfel, ob die CDU mit Ministerpräsident Hendrik Wüst (46) weiterhin die Landesregierung anführen kann oder ob die SPD – möglicherweise mit Bonus als Kanzlerpartei – den Machtwechsel mit dem ehemaligen NRW-Justizminister Thomas-Kutschaty (53) schafft.

Die Umfragen der vergangenen Wochen liefern keine sichere Tendenz – schon gar nicht, was mögliche Regierungsbündnisse betrifft. Nur eines bilden alle Wählerbekundungen klar ab: Die schwarz-gelbe Landesregierung hat demnach keine Mehrheit mehr, da die FDP nur noch bei 7 bis 8 Prozent gesehen wird (2017: 12,6).

Zwischen CDU und SPD zeichnet sich ein Wettkampf auf Augenhöhe ab. Beide liegen jeweils um die 30 Prozent, wobei die CDU zuletzt meist zwei bis vier Prozentpunkte Vorsprung hatte. Der Herausforderer gibt sich dennoch gelassen. „Das Rennen ist ganz knapp“, kommentierte er kürzlich den kleinen Rückstand. Ein paar Prozentpunkte mehr oder weniger bewegten sich ohnehin im Rahmen der Fehler-Toleranz. „Da kann man nichts daraus herleiten.“