Gipfeltreffen
G7-Staaten wollen die Ukraine weiterhin militärisch unterstützen – aber einen Wunsch können sie nicht erfüllen

Von links nach rechts: Jean-Yves Le Drian, französischer Außenminister, Dmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine, Annalena Baerbock, deutsche Außenministerin, Luigi Di Maio, italienischer Außenminister und Elizabeth Truss, Außenministerin des Vereinigten Königkreichs

© Kay Nietfeld / Picture Alliance

14.05.2022, 17:06
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Die Teilnehmer des G7-Gipfels am Weißenhäuser Strand sagen der Ukraine weitere Unterstützung zu. Doch einem Kernanliegen Kiews können sie nicht nachkommen.

Deutschland und die anderen G7-Staaten wollen den ukrainischen Streitkräften notfalls noch jahrelang Waffen und andere militärische Ausrüstung für den Kampf gegen die Angreifer aus Russland liefern. „Wir werden unsere laufende Militär- und Verteidigungshilfe für die Ukraine so lange wie nötig fortsetzen“, heißt es in einer von den Außenministern der Gruppe der führenden demokratischen Industrienationen (G7) verabschiedeten Erklärung.

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) betonte am Samstag zum Abschluss der Beratungen nahe dem Weißenhäuser Strand an der Ostsee in Schleswig-Holstein auch die politische Unterstützung durch die G7-Staaten. „Grenzveränderungen, die Russland mit militärischer Gewalt erzwingen will, werden wir niemals anerkennen“, sagte sie. Den G7-Staaten falle eine zentrale Rolle dabei zu, „zu verhindern, dass die globalen Auswirkungen dieses Krieges die Welt in eine unkontrollierbare Krise stürzen“.

Der Runde gehören neben der Bundesrepublik die Nato-Staaten USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien und Italien sowie Japan an. Deutschland hat derzeit den Vorsitz der G7-Gruppe inne.

Keine Kampfjet-Zusage

Unerfüllt bleibt allerdings weiter der ukrainische Wunsch nach der Lieferung…