Experte zu Trockenheit
Biergarten-Gäste freuen sich über trockenes Wetter – doch es sollte bald regnen

Das schöne Wetter zieht viele nach draußen, zum Beispiel in Biergärten wie hier an einem sonnigen Maitag in München

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13.05.2022, 12:25
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Wer einen Grillabend plant oder einen Besuch im Biergarten, freut sich über trockenes Wetter. Förster und Bauern dagegen halten Ausschau nach Regenwolken. Experten ordnen die aktuelle Lage ein. 

Regen war in den vergangenen Wochen in vielen Regionen Deutschlands eher selten. Müssen die Landwirte, die bereits in den vergangenen Jahren mit Dürre zu kämpfen hatten, schon um ihre Ernten fürchten? Noch sei die Lage nicht dramatisch, sagte Andreas Brömser, Agrarmeteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach, der Deutschen Presse-Agentur. Die meisten Pflanzen kämen noch ganz gut zurecht mit der Rest-Feuchte im Boden. Wenn es bis Ende Mai nicht regne, könne sich das aber ändern.

Im Winter habe es eher überdurchschnittlich geregnet, sagte Brömser. „Die Böden waren gut mir Wasser aufgefüllt.“ Dann aber kam „ein außergewöhnlich trockener März“. Regen im April habe die Situation zunächst wieder entspannt. „Unterhalb von 20, 30 trockenen Zentimetern ist ausreichend Feuchtigkeit im Boden aus dem vergangenen Winter.“

In manchen Gegenden geht die Bodenfeuchte seit ein paar Jahren zurück 

Trockenheit habe vor allem dann Negativwirkung, wenn sie lange andauere, betonte auch Andreas Marx, Leiter des Mitteldeutschen Klimabüros und zuständig für den Dürremonitor des Helmholtz Zentrum für Umweltforschung. Zwar könnten in Regionen mit besonders trockenen Böden Verzögerungen beim Pflanzenwachstum auftreten. Das müsse aber zu diesem Zeitpunkt nicht bedeuten, dass auch die Erträge niedrig ausfallen.

Ein Beispiel sei das…